Warum sich ein Regenwassertank in Deutschland und Österreich lohnt

Wer Regenwasser nutzt, reduziert den Verbrauch von Trinkwasser für Anwendungen, bei denen keine Trinkwasserqualität nötig ist: Gartenbewässerung, Toilettenspülung oder Waschmaschine. Das ist nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern kann in Zeiten steigender Wasser- und Abwassergebühren auch finanziell attraktiv sein. Zudem entlastet ein Speicher die Kanalisation bei Starkregen – ein Thema, das in vielen Kommunen in Deutschland und Österreich zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Damit die Investition langfristig Freude macht, sollten Sie den Regenwassertank nicht „nach Bauchgefühl“, sondern anhand konkreter Kriterien auswählen. Genau darum geht es in diesem Artikel: Sie erhalten einen praxisnahen Leitfaden, mit dem Sie die passende Lösung finden – egal, ob Sie eine kleine Regentonne für den Balkon ersetzen oder eine unterirdische Zisterne für Haus und Garten planen.

Grundlagen: Welche Arten von Regenwassertanks gibt es?

Bevor Sie rechnen und planen, lohnt ein Überblick über die gängigen Systeme. Im Kern unterscheiden sich Regenwasserspeicher nach Aufstellort (oberirdisch vs. unterirdisch), Bauform (Tank, Zisterne, Blase) und Einsatzbereich (nur Garten vs. Haus & Garten).

Oberirdische Regenwassertanks (Regentonnen & Wandtanks)

Oberirdische Systeme sind besonders beliebt im urbanen Umfeld, bei kleineren Gärten und überall dort, wo ohne Erdarbeiten gestartet werden soll. Typische Varianten sind Regentonnen, dekorative Säulenbehälter oder flache Wandtanks.

  • Vorteile: günstige Anschaffung, schnelle Installation, leicht zugänglich.
  • Nachteile: begrenztes Volumen, Frostschutz nötig, optisch nicht immer gewünscht.

Für viele Haushalte ist das ein guter Einstieg – aber bei größerem Wasserbedarf stoßen oberirdische Behälter schnell an Grenzen.

Unterirdische Zisternen (aus Kunststoff oder Beton)

Unterirdische Tanks – oft als Zisterne bezeichnet – sind die Königsklasse, wenn Sie viel Regenwasser speichern oder das Wasser auch im Haus nutzen möchten. Der Speicher liegt frostgeschützt im Boden und nimmt oberirdisch kaum Platz weg.

  • Vorteile: großes Volumen möglich, frostgeschützt, unauffällig, ideal für automatische Bewässerung und Hausnutzung.
  • Nachteile: höhere Kosten, Erdarbeiten erforderlich, Planung und Einbau aufwendiger.

Flexible Tanks und Sonderlösungen

Flexible Zisternen (Tankblasen) können bei Platzmangel interessant sein, z. B. in Kriechkellern oder unter Terrassen. Auch modulare Systeme, die mehrere Tanks koppeln, sind möglich – etwa, wenn die Zufahrt für einen großen Tank fehlt.

Bedarf ermitteln: Wie groß sollte der Regenwassertank sein?

Die häufigste Frage lautet: „Wie viele Liter brauche ich?“ Die richtige Größe ist ein Balanceakt zwischen genügend Reserve und sinnvoller Investition. Wer einen Regenwassertank richtig auswählen möchte, sollte drei Punkte betrachten: Dachfläche, Niederschlag und Verbrauch.

1) Regenwasserpotenzial berechnen (Dachfläche × Niederschlag)

Als grobe Orientierung gilt:

  • 1 mm Niederschlag auf 1 m² Dachfläche ergibt etwa 1 Liter Wasser (theoretisch).
  • In der Praxis wird mit einem Abflussbeiwert gerechnet (z. B. 0,8–0,9), abhängig von Dachmaterial und Verlusten (Verdunstung, Überlauf, Filter).

Beispiel: 120 m² Dachfläche, Jahresniederschlag 800 mm, Abflussbeiwert 0,85.

Rechenweg: 120 × 800 × 0,85 = 81.600 Liter/Jahr.

In Deutschland variiert der Jahresniederschlag je nach Region deutlich (z. B. im Nordosten geringer, in Mittelgebirgen teils deutlich höher). In Österreich sind Unterschiede zwischen Alpenraum und Beckenlagen ebenfalls relevant. Für eine genaue Einschätzung helfen lokale Klimadaten oder kommunale Umweltberichte.

2) Verbrauch abschätzen: Garten, WC, Waschmaschine

Als nächstes bestimmen Sie, wofür das Regenwasser genutzt werden soll:

  • Gartenbewässerung: je nach Gartengröße, Boden und Bepflanzung stark variabel. In trockenen Sommern kann der Bedarf erheblich steigen.
  • Toilettenspülung: im Haushalt ein großer Posten; Regenwasser lohnt sich hier besonders.
  • Waschmaschine: möglich, erfordert aber eine passende Filterung und eine saubere Trennung vom Trinkwassernetz.

Wenn Sie den Tank primär für den Garten nutzen, genügt oft ein kleinerer Speicher. Für Haus & Garten planen viele Eigentümer in Deutschland und Österreich eher größere Zisternen, damit auch in trockenen Phasen ausreichend Wasser verfügbar ist.

3) Faustregeln zur Tankgröße

Für eine erste Dimensionierung können diese Richtwerte helfen:

  • Nur Garten: oft 1.000–5.000 Liter (abhängig von Gartengröße und Bewässerungsintensität).
  • Garten + WC: häufig 3.000–7.500 Liter.
  • Garten + WC + Waschmaschine: oft 5.000–10.000 Liter oder mehr.

Wichtig: Eine zu große Zisterne kann dazu führen, dass Wasser zu lange steht. Das ist zwar nicht per se „schlecht“, aber es erhöht das Risiko von Geruch oder Sedimentproblemen, wenn Filtration und Zulauf nicht gut geplant sind. Die beste Größe ist daher bedarfsgerecht.

Oberirdisch oder unterirdisch? So wählen Sie die passende Einbauart

Die Entscheidung hängt nicht nur vom Budget ab, sondern auch von Platz, Optik, Frost und geplanter Nutzung.

Oberirdisch: sinnvoll bei kleinem Budget und einfacher Gartennutzung

Wenn Sie vor allem Gießwasser brauchen, ist ein oberirdischer Tank oft ausreichend. Achten Sie in Deutschland und Österreich besonders auf den Frostschutz: Viele Regionen haben regelmäßige Frostperioden. Das bedeutet:

  • Im Herbst Wasserstand absenken bzw. entleeren (je nach Modell).
  • Zulauf (Fallrohr) winterfest machen.
  • Material wählen, das UV- und frostbeständig ist.

Unterirdisch: ideal für Komfort, Optik und ganzjährige Nutzung

Unterirdische Zisternen spielen ihre Stärken aus, wenn Sie:

  • eine automatische Bewässerung planen,
  • Regenwasser im Haus nutzen möchten,
  • oberirdisch Platz sparen wollen,
  • eine langfristige Lösung bevorzugen.

Der Einbau erfordert jedoch eine saubere Planung: Aushub, Untergrund, Grundwasserstand, Zufahrt für Einbaugerät und sichere Abdeckung (begehbar/befahrbar).

Materialvergleich: Kunststoff vs. Beton vs. Metall

Ein zentraler Schritt, um den Regenwassertank richtig auszuwählen, ist die Materialentscheidung. Sie beeinflusst Preis, Einbau, Haltbarkeit und Stabilität.

Kunststoff (PE/PP): leicht, langlebig, schnell zu montieren

  • Vorteile: geringes Gewicht, korrosionsfrei, einfach zu transportieren und einzubauen.
  • Nachteile: bei falschem Einbau (z. B. schlechter Verfüllung) Risiko von Verformung; bei oberirdischer Nutzung UV-Schutz beachten.

Kunststoffzisternen sind in Deutschland und Österreich weit verbreitet, weil sie sich gut handhaben lassen und oft mit passendem Filter- und Pumpenzubehör angeboten werden.

Beton: sehr stabil, gutes Temperaturverhalten, schwer und robust

  • Vorteile: hohe Stabilität, unempfindlich gegen Auftrieb (bei hohem Grundwasser), sehr langlebig.
  • Nachteile: schwer (Transport/Kran), Einbau aufwendiger, je nach Ausführung höhere Kosten.

Betonzisternen sind eine gute Wahl bei schwierigen Bodenverhältnissen oder wenn eine hohe mechanische Belastbarkeit gefragt ist (z. B. unter Einfahrten – sofern dafür ausgelegt).

Metall: selten, eher für Spezialfälle

Metalltanks spielen im privaten Regenwassermanagement eine kleinere Rolle. Korrosionsschutz und Wasserqualität sind hier besonders zu beachten. Für typische Einfamilienhaus-Projekte werden meist Kunststoff oder Beton bevorzugt.

Filter, Zulauf und Wasserqualität: Damit Regenwasser sauber bleibt

Regenwasser ist grundsätzlich weich und gut für Pflanzen geeignet. Allerdings gelangen über das Dach Laub, Pollen und Staub in den Zulauf. Eine gute Filter- und Zulauftechnik entscheidet darüber, wie wartungsarm und geruchsneutral Ihr System läuft.

Vorfilter am Fallrohr

Für oberirdische Tanks sind Fallrohrfilter oder Regensammler beliebt. Achten Sie auf:

  • Filterfeinheit (z. B. für Laub und grobe Partikel ausreichend).
  • Sommer-/Winterbetrieb (Umschaltung möglich).
  • Überlauf-/Rückstaufunktion bei vollen Tanks.

Filter für unterirdische Zisternen

Bei Zisternen werden häufig Filter im Zulauf oder als Filterkorb im Tank eingesetzt. Ziel ist, Schmutz vom Speicher fernzuhalten, damit sich weniger Sediment bildet.

Ein bewährtes Prinzip ist der beruhigte Zulauf: Das Wasser wird so eingeleitet, dass vorhandenes Sediment am Boden nicht aufgewirbelt wird. Zusätzlich hilft ein Skimmer oder ein schwimmender Ansaugfilter, Wasser aus den saubereren oberen Schichten zu entnehmen.

Geruch, Algen und Standzeit vermeiden

  • Licht vermeiden: Tanks sollten lichtdicht sein (Algenwachstum sinkt).
  • Regelmäßiger Wasserumsatz: Tankgröße zum Bedarf passend wählen.
  • Wartung: Filter reinigen, Laubfang kontrollieren, Tank bei Bedarf inspizieren.

Pumpe, Druck und Entnahme: Komfort vs. Einfachheit

Die Art der Wasserentnahme ist entscheidend dafür, ob Sie „nur ab und zu gießen“ oder komfortabel Haus und Garten versorgen möchten.

Entnahme bei oberirdischen Tanks

Klassisch ist der Auslaufhahn, an den ein Schlauch angeschlossen wird. Für mehr Komfort gibt es kleine Gartenpumpen. Wichtig ist die passende Höhe des Auslasses und die sichere Schlauchführung.

Entnahme bei Zisternen: Tauchpumpe oder Saugpumpe

  • Tauchpumpe: sitzt im Tank, arbeitet leise, ist kompakt und oft sehr effizient.
  • Saugpumpe/Hauswasserwerk: steht außerhalb, einfacher zugänglich für Wartung, benötigt jedoch eine zuverlässige Saugleitung.

Für automatische Bewässerung (z. B. mit Regnern) ist ausreichender Druck wichtig. Wenn Sie den Regenwassertank richtig auswählen, denken Sie daher nicht nur an Liter, sondern auch an die Hydraulik: Förderhöhe, Druckverlust in Leitungen, Anzahl der Entnahmestellen.

Hausnutzung: Regenwasserzentrale und Nachspeisung

Wenn Regenwasser im Haus genutzt werden soll, braucht es in der Regel eine Regenwasserzentrale oder ein System mit sicherer Trinkwassernachspeisung – selbstverständlich strikt getrennt vom Trinkwassernetz. In Deutschland und Österreich gelten dafür klare Regeln, die Installationsbetriebe kennen und umsetzen.

Sicherheit, Normen und rechtliche Aspekte (DE & AT)

Rechtliche Anforderungen können je nach Bundesland, Gemeinde und Einsatzzweck variieren. Dennoch gibt es typische Punkte, die in Deutschland und Österreich häufig relevant sind.

Trennung von Trink- und Regenwasser

Bei Nutzung im Haus ist die Systemtrennung zentral, um Verunreinigungen des Trinkwassers auszuschließen. Das bedeutet u. a.:

  • keine direkte Verbindung zwischen Regenwasserleitung und Trinkwasserleitung,
  • geeignete Nachspeiseeinrichtung mit freiem Auslauf (je nach System),
  • deutliche Kennzeichnung von Regenwasserleitungen und Entnahmestellen.

Kommunale Vorgaben: Versickerung, Kanalgebühren, Überlauf

Einige Gemeinden fördern Regenwassernutzung oder berücksichtigen sie bei der Niederschlagswassergebühr. Gleichzeitig können Vorgaben zum Überlauf bestehen (z. B. Anschluss an Versickerung, Rigole oder Kanal). Informieren Sie sich frühzeitig beim Bauamt oder der Gemeinde – besonders, wenn Sie neu bauen oder umfassend sanieren.

Baugenehmigung und Abstände

Ob eine Genehmigung nötig ist, hängt von Tankgröße, Einbauart und lokalen Regeln ab. Bei unterirdischen Zisternen sind außerdem Abstände zu Gebäuden, Grundstücksgrenzen und Leitungen zu beachten. In Hanglagen oder bei hohem Grundwasserstand kann ein Fachplaner sinnvoll sein.

Standortwahl: Boden, Grundwasser, Zufahrt und Platz

Der beste Tank nützt wenig, wenn der Standort ungeeignet ist. Gerade in Deutschland und Österreich sind Grundstücke sehr unterschiedlich: von dicht bebauten Siedlungen bis zu Hanglagen im Alpenvorland.

Bodenbeschaffenheit und Einbaubedingungen

  • Tragfähigkeit: Der Untergrund muss den gefüllten Tank dauerhaft tragen.
  • Frosttiefe: Leitungen sollten frostgeschützt liegen.
  • Hangwasser/Grundwasser: Bei Auftrieb muss der Tank dafür ausgelegt sein (oder entsprechend gesichert).

Zugänglichkeit für Wartung

Planen Sie den Domschacht so, dass Filter und Pumpe erreichbar bleiben. Eine zu „versteckte“ Lösung kann später Wartungskosten erhöhen.

Schachtabdeckung: begehbar oder befahrbar?

Wenn die Zisterne unter der Einfahrt oder einem Stellplatz liegt, brauchen Sie eine befahrbare Abdeckung mit passender Belastungsklasse. Hier sollten Sie nicht sparen – Sicherheit und Langlebigkeit stehen im Vordergrund.

Zubehör, das oft vergessen wird (aber den Unterschied macht)

Viele Angebote wirken auf den ersten Blick vergleichbar. Der Unterschied liegt häufig im Detail: Filterqualität, beruhigter Zulauf, Überlauf, Rückstausicherung und die richtige Entnahme.

  • Laubfangkorb bzw. Vorabscheider
  • Beruhigter Zulauf zur Sedimentvermeidung
  • Überlauf mit Geruchsverschluss und Kleintierschutz
  • Schwimmende Entnahme (Ansaugfilter)
  • Füllstandsanzeige (besonders praktisch bei Gartenbewässerung)
  • Rückspülbarer Filter bei höherem Komfortanspruch

Kosten, Wirtschaftlichkeit und Fördermöglichkeiten

Die Kosten hängen stark von Tanktyp, Größe und Einbau ab. Oberirdische Behälter sind meist deutlich günstiger. Unterirdische Zisternen verursachen zusätzliche Kosten für Erdarbeiten, Bettung, Anschlüsse und ggf. Pumpe sowie Steuerung.

Typische Kostenfaktoren

  • Tankvolumen: größere Tanks kosten mehr, aber nicht linear.
  • Einbau: Aushub, Abtransport, Verfüllmaterial, Arbeitszeit.
  • Technik: Filter, Pumpe, Regenwasserzentrale, Leitungen.
  • Extras: befahrbare Abdeckung, zusätzliche Entnahmestellen, Bewässerungsautomation.

Förderung in Deutschland und Österreich

Einige Städte und Gemeinden fördern Zisternen oder Entsiegelungs- und Versickerungsmaßnahmen. Auch wenn es keine bundesweite Standardförderung gibt, lohnt sich die lokale Recherche. Suchbegriffe:

  • „Zisternenförderung“ + Stadt/Gemeinde
  • „Regenwassernutzung Förderung“ + Bundesland
  • „Niederschlagswassergebühr Ermäßigung“

Schritt-für-Schritt: Regenwassertank richtig auswählen – Checkliste für die Praxis

Wenn Sie aus allen Informationen eine klare Entscheidung ableiten möchten, hilft diese strukturierte Vorgehensweise:

Schritt 1: Nutzung festlegen

  • Nur Garten?
  • Garten + WC?
  • Garten + WC + Waschmaschine?

Schritt 2: Regenwasserpotenzial und Bedarf grob berechnen

  • Dachfläche (m²) ermitteln
  • Regionale Niederschlagswerte prüfen
  • Verbrauch abschätzen (Sommer/Winter berücksichtigen)

Schritt 3: Einbauart wählen (oberirdisch vs. unterirdisch)

  • Platz und Optik
  • Frost und ganzjährige Nutzung
  • Budget und Aufwand

Schritt 4: Material bestimmen (Kunststoff/Beton)

  • Bodenverhältnisse & Grundwasser
  • Zugänglichkeit und Einbau
  • Belastung (begehbar/befahrbar)

Schritt 5: Technikpaket definieren

  • Filter (Vorfilter + ggf. Feinfilter)
  • Beruhigter Zulauf & Überlauf
  • Pumpe und Druckanforderungen
  • Schwimmende Entnahme

Schritt 6: Rechtliches klären

  • Vorgaben der Gemeinde (Überlauf, Versickerung, Gebühren)
  • Trinkwassertrennung bei Hausnutzung
  • Genehmigungen (falls erforderlich)

Typische Fehler beim Tankkauf – und wie Sie sie vermeiden

Viele Probleme entstehen nicht durch „schlechte Tanks“, sondern durch falsche Dimensionierung oder fehlende Systemkomponenten. Diese Fehler sehen Installateure besonders häufig:

Zu klein geplant – und im Sommer ständig leer

Wer in Dürreperioden regelmäßig wässert, merkt schnell, dass 300–500 Liter aus einer Regentonne nicht reichen. Planen Sie realistisch, besonders wenn Sie in Deutschland oder Österreich in Regionen mit trockenen Sommern wohnen oder viel Rasen bewässern.

Zu groß geplant – Wasser steht zu lange

Ein riesiger Tank ist nicht automatisch besser. Wenn der Wasserumsatz gering ist, kann die Wasserqualität leiden. Besser: Tankgröße auf Nutzung abstimmen und Filter/Entnahme sauber auslegen.

Filter und Überlauf unterschätzt

Fehlende oder schlecht zugängliche Filter führen zu mehr Wartung und können Geruch oder Sedimentprobleme verstärken. Ein durchdachter Überlauf mit Schutz vor Kleintieren ist ebenfalls wichtig.

Hausnutzung ohne professionelles Konzept

Für WC und Waschmaschine muss die Anlage fachgerecht geplant werden. Dazu zählen Trennung vom Trinkwassernetz, Kennzeichnung und passende Steuerung. Hier lohnt sich ein Fachbetrieb – schon aus Sicherheitsgründen.

Empfehlungen für verschiedene Nutzerprofile (DE/AT)

Damit die Auswahl noch greifbarer wird, hier typische Szenarien:

Profil A: Kleiner Garten in der Stadt (Deutschland/Österreich)

  • Ziel: Gießwasser für Beete und Kübelpflanzen
  • Empfehlung: oberirdischer Wandtank oder dekorativer Tank (300–1.000 Liter)
  • Wichtig: Fallrohrfilter, kindersichere Abdeckung, winterfest machen

Profil B: Einfamilienhaus mit Garten, Komfortbewässerung

  • Ziel: Gartenbewässerung mit Schlauch/Regner, längere Trockenphasen überbrücken
  • Empfehlung: unterirdische Zisterne (3.000–7.500 Liter), Tauchpumpe, schwimmende Entnahme
  • Wichtig: beruhigter Zulauf, guter Vorfilter, ausreichender Pumpendruck

Profil C: Haus & Garten (WC + Waschmaschine)

  • Ziel: maximale Trinkwassereinsparung
  • Empfehlung: Zisterne (5.000–10.000 Liter) + Regenwasserzentrale/Nachspeisung
  • Wichtig: Normgerechte Trennung, Kennzeichnung, Wartungskonzept

Pflege und Wartung: So bleibt die Anlage langfristig zuverlässig

Ein Regenwassersystem ist kein „Einbauen und vergessen“-Projekt, aber der Aufwand ist überschaubar, wenn es richtig geplant wurde.

  • Monatlich (bei Bedarf): Filter prüfen und reinigen, besonders im Herbst.
  • Saisonal: Winterbetrieb vorbereiten (oberirdische Tanks), Zuläufe kontrollieren.
  • Alle 1–3 Jahre: Sichtprüfung der Zisterne, Sedimentmenge bewerten, ggf. Reinigung.

Gerade in laubreichen Wohngebieten (typisch in vielen deutschen und österreichischen Siedlungen) macht ein guter Vorfilter den Unterschied: weniger Schmutz im Tank, weniger Aufwand.

Fazit: Die richtige Entscheidung treffen

Den passenden Speicher zu finden bedeutet, die eigenen Ziele mit den Gegebenheiten vor Ort zusammenzubringen. Wenn Sie Nutzung, Tankgröße, Einbauart, Material und Technikpaket sauber abstimmen, erhalten Sie ein System, das über Jahre zuverlässig arbeitet. Wer einen Regenwassertank richtig auswählen möchte, sollte außerdem lokale Faktoren in Deutschland und Österreich berücksichtigen: Frost, Niederschlagsmuster, kommunale Vorgaben und mögliche Gebühren- oder Fördermodelle.

Merksatz: Ein guter Regenwassertank ist nicht nur ein Behälter, sondern ein durchdachtes Gesamtsystem aus Speicherung, Filterung, sicherem Überlauf und komfortabler Entnahme.

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